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Die Gleisanschlüsse der Hönnetalbahn

Detal fast älter, als die Strecke selbst. Schon ab 1878  - also lange vor dem Bau der Hönnetalbahn - bestand ein Anschlussgleis von Menden bis Horlecke zur Fa. Kissing&Schmöle bei Lendringsen. Dieses wurde 1890 von der Eisengießerei Rödinghausen übernommen. 1896 ging das Gleis in den Besitz der Kalkwerke Hönnetal über und der Trassenverlauf wurde ab dem heutigen Übergabebahnhof Horlecke neu verlegt. Ein Teil der alten Trasse bestand bis zur Fa. Lohmann (vormals Fa. Besse & Düllmann) noch bis 1984, der Großteil war aber zwischen 1902 und 1924 bereits abgebaut worden. Der nachfolgende Plan zeigt die  Situation im Jahr 1913.

Größter Kunde im Güterverkehr sind seit jeher die Kalkwerke im Hönnetal (heute Rheinkalk), deren Züge im Bahnhof Horlecke übergeben werden.  Daneben gab es aber viele weitere Gleisansschlüsse, von denen heute leider keiner mehr genutzt wird. Die meisten sind sogar komplett abgebaut.

Hier eine Übersicht der (bekannten) Gleisanschlüsse der Hönnetalbahn. Ergänzungen sind noch möglich.

  • km 1,10 Anschluss Osterflüs
  • km 1,30 Anschluss Eichelberg
  • km 1,769 Übergabebf. Horlecke mit
  • .. km 1,796 Anschluss Schulte
  • Anschluss Besse & Düllmann (ehem. Gleis nach Eisenwerk Rödinghausen)
  • Bahnhof Lendringsen mit
    • Anschluss (OBO) Bettermann Süd (km 3,397, ab 1967)
    • Anschluss Eisenwerk Rödinghausen (km 3,569)
    • Anschluss (OBO) Bettermann Nord (km 3,578, ab 1972)
    • Anschluss Holzindustrie (km 3,887)
    • Anschluss Schweitzer (bis ca. 1970), (ca. km 3,75)
    • Anschluss Gemeinde Lendringsen (bis Ende der 50-er Jahre)
  • ca. km 7,8 Anschluss "Kalksteinverladung"(?) (Name nicht bekannt - der Anschluss bestand nur wenige Jahre nach Eröffnung der Hönnetalbahn und befand sich unterhalb der Burg Klusenstein. Nähere Informationen dazu weiter unten.
  • ca. km 9,5  Anschluss Kalthöner
  • Bahnhof Sanssouci mit
    • Anschluss Rhein. Kalkwerke (km 11,902)
    • Anschl. Hönnetaler Kalkwerke / Kruse / Wocklum (km 12,000)
  • km 13,100 Anschluss Hertin
  • Bahnhof Balve mit
    • Anschluss Allhof (14,092)
  • Bahnhof Garbeck mit
    • Anschluss Kalkwerk Garbeck (ca. km 16,6)
  • km 17,407 Anschluss Müller
  • Bahnhof Neuenrade mit
    • Anschluss Brünninghaus (km 21,828)
    • Anschluss Schniewindt (ca. km 22,1)

Fotos von den Gleisanschlüssen und der Anschlussbahn zu den Kalkwerken Hönnetal

Anschluss Osterflüs ca. 1955

Horlecke mit 221 104 am 26. Juni 1986. Im Stellwerk sitzt (werktags) noch heute der für die Hönnetalbahn zuständige Fahrdienstleiter

Lok 2 der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke mit einem Zug zur Horlecke im Februar 1990. Werklok der RWK auf dem Weg zum Kalkwerk in Oberrödinghausen. Im Hintergrund wird die B 515n gebaut. (1995)

Anschluss Eisenwerk Rödinghausen in Lendringsen im Oktober 1984 - heute nicht mehr wiederzuerkennen...

Anschluss Bettermann Süd im März1989.

  

Anschluss Bettermann Nord, Juni 1989

Anschluss Wocklum 20. März 1983

Anschluss der Fa. Hertin im März 1983

Anschluss Müller bei Garbeck am 20.03.1983

Link-Hinweis: Zum Thema "Sondertransporte aus dem Kalkwerk Hönnetal sind auf "drehscheibe-online" zwei Beiträge erschienen:

Teil 1

Teil 2


Ehemaliger Gleisanschluß in km 7,8 der Hönnetalbahn

(von Thomas Gerdes, Hemer)

Bei diesem Anschluß handelte es sich um den Anschluß „Phönix“ der Dortmund Hörder Phönix Hütten Union die dort auf eigene Rechnung Kalk für ihr Hüttenwerk in Dortmund Hörde abbaute.

Der Anschluß wurde um 1913/1914 eingerichtet  und bereits um Mitte 1916 wieder eingestellt, vermutlich aufgrund von Personalmangel , hervorgerufen durch den 1. Weltkrieg.

Vom eigentlichen Steinbruch führte eine „Schiefe Ebene“ eine Abraumbahn auf die Brockhauser Hochfläche. Diese „Schiefe Ebene“ war rund 130 Meter lang und endete in einer Drehscheibe. Rechtwinkelig dazu verlief eine 730 Meter lange Abraumbahn in Richtung Bremke Tal, Bäingsen , die in einer Abraumhalde endet. Im Abraum konnte Hüttenschlacke nachgewiesen werden das die Vermutung nahelegt das neben dem Abraum aus dem Steinbruch auch Hüttenschlacke aus Dortmund hier abgekippt wurde.

Die Trasse der Abraumbahn lässt sich noch hervorragend im Gelände ausmachen ebenso die „Schiefe Ebene“. Neben einem Gebäude mitten in der Wiese sind noch Betonfundamente zu erkennen , auf diesen dürfte die Winde für die „schiefe Ebene“ gestanden haben.

Bei www.Tim-Online.nrw.de  lässt sich der Verlauf sehr gut erkennen. Am besten über „NRW-Atlas“ starten.Bei „Dienste des NRW Atlas“ das + Zeichen anklicken. Ein zusätzliches Häckchen bei „DGM Schummerung“ setzen und über Masßtabswahl und den Pfeiltasten den entsprechenden Bereich eingrenzen

Die Gerüchte das hier 1945 V2 Raketen abgefeuert werden sollten gehören in das Reich der Fantasie und lassen sich nicht belegen.

 

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